Ätherische Öle

 

 

Ätherische Öle und ihre Geheimnisse
 

Im täglichen Sprachgebrauch benutzt man den Begriff  "ätherisches Öl".
Aber um was handelt es sich eigentlich dabei?

 

Aetherische Öle

Ätherische Öle sind leicht verdampfende, ölige Extrakte aus bestimmten Pflanzen bzw. Pflanzenteilen. Je nach Herkunftspflanze, besitzen sie einen starken, charakteristischen Geruch. Sie sind aus vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt, sind fettlöslich, enthalten jedoch keine Fette.

Im Gegensatz zu fetten Ölen, verdampfen sie vollständig.

Wer schon mal "ätherische Öle" im Wannenbad genossen hat, der hat festgestellt, dass "ätherische Öle" nicht wasserlöslich sind. Sie schwimmen als einzelne Tropfen erkennbar auf der Wasseroberfläche.

Das "ätherische Öl" ist eigentlich ein "genialer Stoff", der mit seinen pflanzlichen Inhaltsstoffen, wichtige Aufgaben wahrnehmen kann. So können sie z.B. bewirken, dass die Insekten zur Bestäubung angelockt werden oder sie halten Schädlinge auf Distanz und können aber vor Krankheiten zu schützen, die z.B. durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden.

 
Es sind die pflanzlichen Verführungs-, Verteidigungs- und Selbstheilungsstoffe. In diesen Aufgaben sind sie den Alkaloiden ähnlich, kommen aber nie zusammen mit Alkaloiden vor. Ätherische Öle werden in den Öldrüsen gebildet und im Pflanzengewebe gespeichert. Sie befinden sich in den Blüten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden oder im Holz. Dabei ist auch zu beachten, dass manche ätherischen Öle einer Pflanze aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen werden, so z.B. Zimtrinden- und Zimtblätteröl, die sich auch komplett in ihrer biochemischen Zusammensetzung unterscheiden.

Aus was bestehen eigentlich "ätherische Öle"?

Ein Großteil ihrer Substanz besteht aus Terpenen. Die Wirkweisen ätherischer Öle werden durch ihre jeweils spezifischen Inhaltsstoffe ( Inhaltsstoffgruppen ) bestimmt.
In der Kosmetikindustrie werden ätherische Öle meist als Duftstoff eingesetzt, und haben auch Bedeutung als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen. Es gibt einige nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, welche als Wirkstoffe ätherische Öle enthalten.

So gibt es beispielsweise Präparate mit ätherischen Ölen, die eine hervorragende schleimlösende Wirkung bei Katarrhen der oberen Atemwege, Bronchitis, etc. haben (Eukalyptus, Menthol,...).

Ätherische Öle haben noch viele andere Wirkungen, wie zum Beispiel gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich (z.B. Tees mit Fenchel Kümmel-Anis, besonders in der Kinderheilkunde), bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Salbei, Kamille).
 

Und noch etwas. Vor etwa 5000 Jahren setzten die Ägypter die ätherischen Öle ein und nutzten sie als Mittel zur Wundbehandlung und gegen Entzündungen.

Auch weiß man, das es die Römer waren, die wiederum von den Griechen die Verfahrensweise der Ölgewinnung abschauten und sie für den Einsatz im Badebereich über die Zeit verfeinerten.

Und so kam es, dass im Zuge der Weiterentwicklung der ätherischen Öle Rom, mit seinen vielen Bädern, sich den Ruf als „Badehauptstadt der Welt“ erwarb.


Später wurde die Intensität und die Heilkraft der Öle durch die verbesserte Destillationstechnik der Araber verstärkt. Damit waren sie führend in der Gewinnung starker Essenzen und machten sich einen weltweiten Namen in der Herstellung edler und hochwertiger Duftstoffe.

Wirkungsweise von ätherischen Ölen
Damit die ätherischen Öle ihre Wirkung entfalten können, müssen sie in den Organismus gelangen. Dies kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. So zum Beispiel durch die entsprechend richtig dosierte Einnahme (Tropfen schlucken) oder durch Einreibung/Massage (Eintrag über die Haut) und durch Inhalation (Eintrag über die Atemwege/Lunge/Bronchien). Nach dem die ätherischen Öle in den Organismus gelangt sind, werden ihre Wirkstoffe über den Blutkreislauf zu den behandelnden Körperstellen transportiert.
 

Über eine stimulierende Raumbeduftung mittels eines Beduftungsgerätes (Zerstäuber, Duftlampe etc.) werden über die

Riechschleimhaut in der Nase die Aromen als Geruchssignale an das limbische System (Geruchssinn) im Gehirn geschickt. So kann man, je nach gewünschter Gemütslage, über entsprechende ätherischeÖle sich angenehm stimulieren. Die Geruchsimpulse bewirken nun, dass das limbische System die Produktion von Immunsubstanzen und die Hormonausschüttung in Gang setzen.

Die Aromen der ätherischen Öle können Gefühle von Lust oder Unlust auslösen. So können wir uns zum Beispiel aufgrund bestimmter Gerüche an zurückliegende Ereignisse erinnern und diese wieder ins Bewußtsein holen. Der Geruchs- und Geschmackssinn sind nicht nur für den Menschen ein lebenswichtiger Signalgeber. Gerüche helfen auch zu warnen und zu orientierende und dies gleichermaßen beim Menschen und den Tieren.

Zum Beispiel werden unter anderem Sympathie und Antipathie von Menschen untereinander durch den eigenen Körpergeruch nicht unerheblich beeinflußt. So entstand auch der Satz, "Ich kann dich nicht riechen".

Wobei sinngemäß gemeint ist, dass " ich dich nicht mag bzw. nicht leiden kann". Diese Reaktion läuft in unserem Unterbewußtsein ab, ohne dass wir es bewußt steuern. Es ist also ein natürlicher Schutzreflex, der in unserem Gehirn entsteht.


Wer kennt diese besonderen angespannten Situationen nicht, egal ob es bei Prüfungen ist, oder man sein erstes Date bestehen muss, ebsenso bei öffentlichen Auftritten, in Bewerbungsgesprächen, auf Feiern etc.. Alle diese Situationen stellen unterschiedlich starke Streßsituationen dar, auf die unser Körper entsprechend mit Körpergerüchen (Schweißabsonderungen) reagiert.

Nicht nur im Altertum sondern auch in der heutigen Zeit hat man sich die Stimulanz durch entsprechende Rezepturen von ätherischen Ölen zu Nutze gemacht. Geht man zum Beispiel in eine Parfümerie oder in einen Kräuterladen, dann bemerkt man bei kritischer Selbstbetrachtung, wie man auf den einen oder anderen Geruch refelktiert.

Für viele Marketingkonzepten werden z.B. gezielt Düfte kreiert und über Zerstäubern in der Luft versprüht. Dabei kann es sich um anregende und aphrodisierende Duftkomponenten handeln, die eben die Menschen, möglichst im Unterbewußtsein, zu beeinflussen.

Kommen wir auf den Wellness-/Gesundheitsbereich zurück, dann bietet uns die Vielfalt der ätherischen Öle die Möglichkeit, für jede Stimmungslage oder Beschwerden das entsprechendes "Duftwässerchen" zu mischen. Mit den verschiedenen Duftölen aus reinen Essenzen, Kräutern und Harzen kann man für sein Wohlbefinden einiges bewirken und über die Entspannung seiner eigenen Gesundheit etwas gutes tun.

Sicherlich sind ätherische Öle und das, was man daraus kreieren kann, nicht als ein Universalmittel oder gar als ein Allheilmittel anzusehen. Man sollte schon gewisse Grundkenntnisse besitzen, um diese "Ölen" bestimmungsgerecht anzuwenden. Im Zweifelsfalle immer den ärtzlichen Rat vor der Anwendung einholen oder einen Apotheker fragen.

Welche Eigenschaften besitzen ätherische Öle?
Die ätherische Öle sollen bzw. können die kleinen Beschwerden des täglichen Lebens lindern. Sie ersetzen jedoch nicht die Schulmedizin. Außer ihrer heilenden Wirkung dienen sie auch vorbeugend, indem sie das Immunsystem stimulieren, damit der Organismus wirksamer die Bakterien- und Virusinfektionen bekämpfen kann.
 
Unter den bekanntesten Eigenschaften ätherischer Öle muss man die Eigenschaft zur Desinfektion hervorheben. Da die bakteriellen

Keime immer resistenter aber auch immer mehr zerstörendere Antibiotika enwickelt werden, bieten ätherische Öle eine echte Alternative. Ihre Wirksamkeit bewahrheitet sich bekannterweise seit tausenden von Jahren; und der Beweis ihres Nutzens wird alle Tage größer, dort wo einige Antibiotika derzeit immer noch scheitern.

Tatsächlich sind die antiseptischen Vorteile der Pflanzen schon Jahrtausende (Ägypter) bekannt.

In der heutigen Zeit wird die antiseptische Wirkung der ätherischen Öle sogar wissenschaftlich bewiesen.
Somit kann in den Fachabhandlungen nachgelesen werden, dass z.B. das ätherische Öl Thymian in wäßriger Lösung (5%) Streptokokken in 4 Minuten, die Staphylokokken in 4 bis 8 Minuten und den Bazillus der Tuberkulose in 30 bis 60 Minuten zerstört.

Nachfolgend ein paar verschiedene Eigenschaften, die den ätherischen Ölen zugeschrieben werden können:
  • Analgetikum (erleichtert den Schmerz durch eine beruhigende Auswirkung auf das Nervensystem)
  • Antibiotikum (Bekämpfung der Infektion intern) Antibrechmittel (erleichtert die Übelkeit und unterdrückt den Brechreiz)
  • Antidepressivum (Bekämpfung der depressiven Zustände)
  • Antispastisch (verhindert und unterdrückt Schmerzen im Verdauungstrakt und der Gebärmutter)
  • Antitoxisch (wirkt als Gegengift)
  • Antiviral (bekämpft und eliminiert Viren)
  • Aphrodisadikum (steigert die Libido)
  • Auswurffördernd, Hustenerleichterung (fördert die Schleimlösung in den Bronchien)
  • Beruhigungsmittel (reduziert den Stress und fördert die Entspannung)
  • Blähungslösend (hilft bei Blähungen)
  • Blutdrucksenkend
  • Blutdrucksteigernd (hebt und regelt den Blutdruck)
  • Blutreinigend (verbessert das Blutbild)
  • Blutstillend (hemmt und stoppt den externen Blutfluss)
  • Desodorierend (reduziert oder beseitigt Gerüche)
  • Entzündungshemmend (reduziert Entzündungserreger)
  • Fiebersenkend
  • Fungizid (verhindert und bekämpft Pilzinfektionen)
  • Galactosefördernd (stimuliert die Milchbildung)
  • Gallenbeschwerden (stimuliert die Gallenausscheidung)
  • Hepatisch (stimuliert und reinigt die Leber)
  • Gefäßerweiternd
  • Gefäßverengend (zieht die kleinen Blutgefäße zusammen)
  • Krampflösend (bei Muskelverspannungen)
  • Nervenstärkend (beruhigt das Nervensystem)
  • Schweisshemmend (reduziert das Schwitzen)
  • Schweisstreibend (erhöht den Transpirationsvorgang)
  • Stärkung der Abwehrkräfte (stärkt das Immunsystem und fördert die Infektionsabwehr)
  • Stimulierend (fördert den Energie- und Adrenalinausstos)
  • Tonikum (stärkt und erhöht die Leistungskraft)
  • Verdaungsfördernd (erleichtert und regt die Verdauung an)
  • Wasserhaushaltsregulierend (erhöht die Urinauscheidung)
  • Wundheilfördernd (beschleunigt die Vernarbung)
  • Zellregnerierend
  • Ziehendes Mittel (Tiefenreinigung des Stoffwechsels)
  • Zyklusfördernd (stimuliert und regelt die Monatsblutung)

Eigenschaften von verschiedenen ätherischen Ölen
 
Nachfolgend werden unsere angebotenen ätherischen Öle nach botanischem Namen, ihrem Duft-Charakter und der Wirkungsweise in Kurzform beschrieben.
 
Duftnote : ANIS-ÖL

Botanischer Name : Pimpinella anisum
Duftcharakter : Herb-aromatisch
Wirkungsweise : Anis wirkt entspannend, ausgleichend, stabilisierend und hilft bei Menstruationsschmerzen, Nervosität sowie Unruhe.
  Duftnote : BERGAMOTTE-ÖL

Botanischer Name : Citrus aurantium var. bergamia
Duftcharakter : Fruchtig, grün, spritzig, blumig, warm
Wirkungsweise : Wirkt erfrischend, stimmungshebend und hilft bei Depressionen, Nervosität, Juckreiz und für die Pflege reifer Haut.
Duftnote : CITRONEN-ÖL

Botanischer Name : Citrus limon
Duftcharakter : Frisch, fruchtig, typischer Zitronenduft
Wirkungsweise : Wirkt konzentrationsfördernd, erfrischend, inspirierend, gut für die erfrischende Raumbeduftung im Wohn- und Bürobereich.
  Duftnote : EUKALYPTUS-ÖL

Botanischer Name : Eucalyptus globulus
Duftcharakter : Medizinisch, scharf, kampferartig
Wirkungsweise : Wirkt stärkend, erfrischend, stimmungshebend und hilft bei
grippalen Infekten, Rheuma, Muskelschmerzen und eignet sich für die Raumluftreinigung.
Duftnote : FICHTENNADEL-ÖL

Botanischer Name : Picea obovata
Duftcharakter : Sehr würzig, waldig und frisch
Wirkungsweise : Wirkt kräftigend, luftreinigend und hilft bei Bronchitis, grippalen Infekten, Rheuma und Durchblutungsstörungen.
  Duftnote : GRAPEFRUIT-ÖL

Botanischer Name : Citrus paradisii
Duftcharakter : Spritzig, leicht herb, fruchtig
Wirkungsweise : Wirkt erfrischend, konzentrationsfördernd, stärk die Lebenslust und hilft bei Cellulite, Akne, Hautproblemen und Depressionen.
Duftnote : LATSCHENKIEFER-ÖL

Botanischer Name : Pinus mugo
Duftcharakter : Waldig, frisch, nach Waldspaziergang
Wirkungsweise : Wirkt anregend, konzentrationsfördernd und hilft bei Rheuma, Gicht, Muskelkater, Abwehrschwäche und Bronchitis.
  Duftnote : LAVENDEL-ÖL

Botanischer Name : Lavandula officinalis
Duftcharakter : Typischer Lavendelduft, herb, frisch
Wirkungsweise : Wirkt besänftigend, schlaffördernd, beruhigend und hilft bei
Anspannung, Nervosität, Verbrennungen, zur Wundversorgung, Juckreiz und grippalen Infekten.
Duftnote : LEMONGRAS-ÖL

Botanischer Name : Cymbopogon flexuosus
Duftcharakter : Feiner Zitronenduft, frisch, kühl und kraftvoll
Wirkungsweise : Wirkt konzentrationsfördernd, erfrischend und hilft bei Cellulite, Akne, grippalen Infekten, Streß und zur Insektenabwehr.
  Duftnote : LIMETTE-ÖL

Botanischer Name : Citrus medica
Duftcharakter : Frisch, spritzig, strahlende Zitrusnote
Wirkungsweise : Wirkt stimmungserhellend, konzentrationsfördernd und hilft bei Angst, Streß, Nervosität, Appetitlosigkeit, Magenkrämpfe und grippalen Infekten.
Duftnote : MANDARINEN-ÖL

Botanischer Name : Citrus reticulata
Duftcharakter : Fein, fruchtig, warm, süß
Wirkungsweise : Wirkt ausgleichend, stimmungshebend und hilft bei Unruhe, Nervosität, Streß und Schlafstörungen.
  Duftnote : MELISSEN-ÖL

Botanischer Name : Melissa officinalis
Duftcharakter : Krautig, nach Zitrone
Wirkungsweise : Wirkt stärkend, schützend und hilft bei Angst, Streß, Schlaflosigkeit, Nervosität, Gallensteine, Krampfadern und Herpes.
Duftnote : ORANGEN-ÖL

Botanischer Name : Citrus sinensis
Duftcharakter : Fruchtig, frisch, süß
Wirkungsweise : Wirkt ausgleichend, stimmungserhellend und hilft bei Streß, Nervosität, Angst, Cellulite und Schlafstörungen.
  Duftnote : PATCHOULI-ÖL

Botanischer Name : Pogostemon cablin
Duftcharakter : Erdig, exotisch, rauchig
Wirkungsweise : Wirkt erdend, ausgleichend, erotisierend und hilft bei Dermatosen, Akne, Ekzeme, Cellulite und Schlafstörungen.
Duftnote : PFEFFERMINZ-ÖL

Botanischer Name : Mentha piperata
Duftcharakter : Kühl, strahlend, frisch, aktiv
Wirkungsweise : Wirkt klärend, konzentrationsfördernd, erfrischend, stärkend und hilft bei Übelkeit, Ischias- und Muskelschmerzen sowie Hepatitis.
  Duftnote : ROSENHOLZ-ÖL

Botanischer Name : Aniba rosaeodora
Duftcharakter : Rosig, holzig, frisch
Wirkungsweise : Wirkt ausgleichend, hammonisierend und hilft bei grippalen Infekten und Depressionen.
Duftnote : ROSMARIN-ÖL

Botanischer Name : Rosmarinus officinalis
Duftcharakter : Klar, frisch, kühl
Wirkungsweise : Wirkt aktivierend, belebend, konzentrationsfördernd und hilft bei Kreislaufstörungen, Muskelkrämpfe und Rheuma.
  Duftnote : TEA TREE-ÖL (Teebaumöl)

Botanischer Name : Melaleuca alternifolia
Duftcharakter : Streng, würzig, medizinisch
Wirkungsweise : Wirkt reinigend, aktivierend und hilft bei grippalen Infekten,
Hepatitis, Zahnschmerzen, Akne, Fußpilz und zur Wundversorgung.
Duftnote : YLANG YLANG-ÖL

Botanischer Name : Cananga odorata
Duftcharakter : Schwer, blumig, sinnlich, exotisch, weiblich
Wirkungsweise : Wirkt ausgleichend, euphorisierend, erotisierend und hilft bei Herzklopfen, Angst, Streß und Impotenz.
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Die hier bereitgestellten Informationen über ätherischen Öle (Herstellung, Anwendung, Dosierung,
Hinweise etc.), dienen nur als Anhaltspunkt. Sie stellen eine Zusammenfassung aus verschiedenen
Nachschlagewerken, Fachberichten, Lehrbüchern etc. bezüglich Aromatherapien dar. Die Angaben
sind zu keinem Zeitpunkt als medizinischer Ratschlag oder Information gedacht.

Fragen Sie vor Anwendung immer erst Ihren Arzt oder Apotheker!


 
Wie werden ätherische Öle hergestellt?  

1. Die Wasserdampfdestillatio

Eine der am häufigsten angewandte Verfahrensmethode ist die Wasserdampf-Destillation. Das Prinzip stellt sich wie
folgt dar.
In einen mit Pflanzteilen, aus denen man ätherisches Öl gewinnen möchte gefüllten Behälter (Alambique), wird heißer Wasserdampf eingeführt. Der heiße Dampf löst nun die ätherischen Öle aus den Pflanzenteilen und das Wasserdampfgemisch wird in eine gekühlte Leitung geführt, wo sich die Öle in Tröpfchenform absetzen können.

Die Tropfen sammeln sich und schwimmen aufgrund ihrer geringeren Dichte auf der Wasseroberfläche um dann in ein separates Gefäß (Florentiner Topf) zu laufen. Der Rest der Flüssigkeit wird dazu benutzt, um sogenannte Hydrolate herzustellen.


2. Die Kaltpressung

Die für Zitrusfrüchte benutzte Technik (Kaltpressung), besteht darin, ihre Schale kalt und mechanisch zu pressen.

Die Schalen werde gepresst, hierdurch entsteht eine Emulsion aus Flüssigkeit und ätherischem Öl, das durch anschließende Zentrifugierung abgetrennt wird.

3. Enfleurage
Bei dieser Methode werden frischen Blüten von Pflanzen (z.B.: Jasmin, Tuberose), deren Öl nicht durch die Wasserdampfdestillation gewonnen werden kann, in Schweinefett gedrückt, damit die Duftstoffe in das Fett ziehen können. Nach ca. zwei Tagen werden dann die Blüten durch neue ersetzt. Man wiederholt dieser Vorgang solange, bis sich das Schweinefett mit dem Duftstoff ganz vollgesogen hat. Durch eine anschließende Alkoholextraktion wird dann die Essenz aus dem Fett herausgelöst. Diese Methode ist aber kein zeitgemäßes Verfahren mehr und kommt somit heute nicht mehr zum gewerblichen Produktionseinsatz.

4. Chemische Lösungsmittel
Hexan, Petroläther oder Tetrachlormethan sind chemische Lösungsmittel, die auch ätherischen Öle aus den Pflanzenteilen herauslösen. Die anschließende Trennung erfolgt durch eine Vakuum-Destillation. Diese vorgenannten Lösungsmittel sind hochgiftig und können auch nicht gänzlich herausgefilter werden. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, das der Gebrauch von durch dieses Verfahren gewonnenen Essenzen in der Aromatherapie nicht unbedenklich ist.

5. Resinoid-Methode
Will man aus Harzen ätherische Öle gewinnen, wird diese Methode (Resinoid-Verfahren) angewandt. Hierbei werden die Harze mit Toluol oder Alkohol angesetzt und unter Erhitzung gerührt. Dabei löst sich das ätherische Öl und die Lösungsmittel werden abgedampft. Auch bei diesem Verfahren lassen sich die Lösungsmittel nicht vollständig entfernt. Aus diesem Grunde wird verfahrensbedingt Alkohol als Lösungsmittel eingesetzt.

6. Kohlendioxidextraktion
Kohlendioxid oder Butan sind Gase, die sich unter Druck verflüssigen und dabei die ätherischen Öle aus der Pflanzenteilen lösen. Die so gewonnen Essenzen weichen in ihrer Zusammensetzung von den mit dem Wasserdampf-Destillationsverfahren gewonnenen ab. Inwiefern hierdurch Nachteile beim Gebrauch in der Aromatherapie entstehen können, ist nach derzeitigem Stand noch nicht eindeutig erwiesen.


Wie benutzt man ätherische Öle?
 
- Mit Luftzerstäuber:  Man kann mit Hilfe eines elektrischen Zerstäubers die ätherischen Öle mikrofein in der Luft zerstäuben. Außer ihrer therapeutischen Wirkung, erfrischen sie die Raumluft und wirken unangenehmen Gerüchen wie z.B. Tabakrauch, Küchengerüchen entgegen. Man setzt diese praktischen Zerstäuber auch in Büros, Wartezimmern, in Besprechungsräumen etc. ein.
· Als Dampfinhalation: Einige Tropfen ätherisches Öl in das Wasser eines Inhalationsgerätes (in Apotheken erhältlich) geben und über die Nase tief einatmen. Nie mehr als 10 Tropfen!

Beim Fehlen eines Inhalators, genügt auch eine Wasserschüssel mit heißem Wasser und einige Tropfen ätherischen Öles. Den Kopf am besten unter einem Handtuch über die Schüssel halten und soviel wie möglich von dem heißen einatmen. Die Dauer der Inhalation sollte nicht 15 Minutenin überschreiten.

· Im Wannenbad: Ätherische Öle lösen sich im Wasser nicht auf. Daher muss man sie voher mit einem Emulsionsmittel (Emulgator) mischen und kann sie dann dem Badewasser zugegeben werden.

Man kann dazu z.B. Milchpuder benutzen (ca. 2 bis 3 Suppenlöffel), oder Algenpuder (ca. 1 bis 2 Suppenlöffel), flüssige Seife oder ein neutrales Shampoo (ca. 1 Suppenlöffel) oder ein pflanzliches Öl (ca.1 bis 2 Suppenlöffel).

Man sollte die Menge von 10 Tropfen pro Wannenbad nicht überschreiten und maximal 20 Minuten Badedauer einhalten.

· Durch Einreiben/Massagen: Eingerieben auf der Haut dringen die Wirkstoffe der ätherischen Öle in den Körper (Organismus) ein und werden über die Blutgefäße weitertransportiert. Bevorzugt benutzt man deshalb die venösen Übergänge wie Handgelenke oder Ellbogen.

Wichtig ! Das unverdünnte Auftragen auf der Haut von ätherischen Ölen ist dringenst zu vermeiden. Es wird geraten dies zuerst mit einem pflanzlichen Öl (z.B. von Jojoba, Macadamianuss, Kokos, Weizenkeim, Oliven oder Aprikosenkern etc.) zu vermischen. Zu den wenigen Aussnahmen zählen Lavendel- oder Lavendinöl.
· Durch Einnahme: Bei Erwachsenen und Kindern nur nach ärtzlicher Anordnung und unter möglichst unter medizinischer Aufsicht einnehmen.

Ätherische Öle dürfen nie unverdünnt eingenommen werden!

Am Besten ist es, die Tropfen auf einen Teelöffel Honig/Zucker zu tropfen und dann langsam im Mund schmelzen zu lassen. Man kann eben so gut die Tropfen in Honig auflösen und dann in einer Teekanne oder einem Glas warmen Wasser verrühren (nicht kochend!).

Ebenfalls als Emulgatoren geeignet sind: Joghurt, Sahne oder Speiseöl.


Wie bewahrt man ätherische Öle auf?
 
Ätherische Öle sind über mehrere Jahre haltbar. Manche haben sogar die Tendenz sich mit der Zeit zu verfeinern. Eine Ausnahme stellen die Zitrusöle dar, da diese sich höchstens 2 Jahre aufbewahren lassen.Schließen Sie die Fläschchen nach Gebrauch mit Bedacht, da sich die Aromen sonst verflüchtigen. Vermeiden Sie ein Liegen der Fläschchen damit kein Kontakt zu dem Plastikverschluss entsteht. Die Öle haben eine zersetzende Wirkung auf das Plastik. Bewahren Sie die Fläschchen an einem vor Licht und Hitze geschützten Ort auf. Halten Sie ätherischen Öle immer außerhalb der Reichweite von Kindern!

Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit ätherischen Ölen
Da einige Öle unbestreitbare Wirkungsweisen mit tragen, empfiehlt sich eine vorsichtige und zurückhaltende Anwendung. Eine Einhaltung der angegebenen Einnahmewege und Dosierungen ist gewissenhaft durchzuführen. Wie auch in der Homeopathie gilt die Regel « Weniger ist mehr ». Ätherische Öle nie ohne den Rat eines Mediziners bei Kindern unter 36 Lebensmonaten anwenden. Dies gilt auch bei der Raumdeduftung.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Es ist abzuraten ätherische Öle ohne medizinische Anweisung während dieser Zeiten anzuwenden. Einige ätherische Öle können sich wehenfördernd oder milchbildungshemmend auswirken. In gar keinem Fall ätherische Öle intravenös oder ins Muskelgewebe einspritzen.

Allergien:
Vor Anwendung ätherischer Öle ist ein Allergietest anzuraten. Dafür können sie einfach einen Tropfen ätherisches Öl (gemischt mit einem Trofpen Pflanzenöl) auf die Haut in der Ellbogenfalte reiben. Wenn 24 Stunden danach keinerlei Reaktion darauf erfolgt, können Sie dieses ätherische Öl verwenden.

Atemwegsallergien/Asthma:
Der Gebrauch ätherischer Öle im Luftzerstäuber ist dringend abzuraten.

Sonneneinwirkung:
Besonders ätherische Zitrusöle (Zirone, Orange, Mandarine, Bergamotte, Limette) aber auch Engelwurz, Sellerie, Khella (Ammi visnaga) oder Zypressenkraut beinhalten Cumarine, die bei Sonnenbestrahlung starke allergische Hautreaktionen bzw. Hautflecken auslösen können. Während oder nach einer Anwendung/Einnahme dieser Öle sollten Sie deshalb mindestens 8 Stunden nach der letzten Einnahme (o. Einreibung) warten, bevor Sie sich erneut Sonneneinstrahlung und Sonnenbädern aussetzen. Ätherische Öle immer außer Reichweite von Kinderhänden aufbewahren!

Ätherische Öle nie in Kontakt mit den Augen, der Nase oder den Schleimhäuten bringen!

Zufälliger Augenkontakt:  Das Auge sofort mit reichlich lauwarmen Wasser ausspülenAtherische Öle

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