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Alle Jahre wieder kommt die Urlaubszeit und es stellt sich die Frage -
Was geschieht mit dem Beckenwasser während der nutzungsfreien Zeit?


Beckenwasser in der Urlaubszeit - Was ist zu tun?

Alle Jahre wieder kommt die Urlaubszeit, und es stellt sich die Frage, was geschieht mit dem Beckenwasser während der nutzungsfreien Zeit?

Für den Zeitraum, in dem das Schwimmbecken nicht genutzt wird, insbesondere wenn die Abwesenheit mehr als 8 bis 10 Tage beträgt, und keine automatische Dosieranlage zur Beckenwasser-Aufbereitung vorhanden ist, sollte dafür gesorgt sein, daß für diese Zeit ein ausreichendes Wirkstoffdepot für die Algenbekämpfung und Wasserdesinfektion gewährleistet ist.

Optimal wäre, wenn das Schwimmbecken, während es nicht genutzt wird, mit einer geeigneten Plane abgedeckt würde. Dabei sollte die automatische Beckenumwälzung nicht abgeschaltet werden. Es reicht aus, wenn diese täglich die Hälfte der sonstigen Betriebszeit eingeschaltet bliebe.

Je nach Filterart sollte folgendes beachtet werden:

Kartuschenfilter: den Filter gut reinigen. Danach ist der pH-Wert zu prüfen. Dieser sollte zwischen pH 7,0 und 7,4 liegen. Ist der richtige pH-Wert eingestellt, dann in Abhängigkeit von der Beckengröße mehrere SSB-Langzeit-Chlortabletten in den Dosierschwimmer einlegen.
Verkleinert man nun noch die Dosierschlitze, läßt sich das Beckenwasser gut drei Wochen ausreichend desinfizieren.
Bitte in dieser Behandlungsfolge nicht vergessen, die doppelte Menge der sonst üblichen Dosierung des SSB-Algenvernichter hinzuzugeben.

Sandfilter: den Filter zunächst ausreichend rückspülen. Danach ist der pH-Wert zu prüfen. Dieser sollte hier bei pH 7,0 liegen.
Ist der richtige pH-Wert eingestellt, dann empfehlen wir, die doppelte Menge an SSB-Langzeit-Chlortabletten in den Skimmerkorb einzulegen.

Wenn Sie aus dem Urlaub zurückkehren und das Beckenwasser ist noch in einem guten optischen Zustand, sollte die Filteranlage zuerst rückgespült und gereinigt werden. Danach können Sie mit der bekannten Standard-Wasserpflege (pH-Wert, Wasserdesinfektion, Algenbekämpfung etc.) fortfahren.

Hinweis:
Die hier aufgezeigten Empfehlungen und Ratschläge gelten für alle Pflegemethoden auf der Basis von Chlor, Aktivsauerstoff oder Brom.


Das Beckenwasser ist trüb - Was ist zu tun ?

Die Trübung des Beckenwassers kann mehrere Ursachen haben. Daher sollten Sie bitte zunächst prüfen, ob die Filteranlage noch gut und ausreichend arbeitet. Wenn es erforderlich erscheint, sollte der Filter rückgespült oder gereinigt werden.

Ist die Filteranlage jedoch in Ordnung und richtig eingestellt und die Filterlaufzeit ausreichend (mindestens 8 Stunden am Tag), dann kann die Trübung eine der nachfolgend aufgeführten Ursachen haben.

  • es liegt eine zu hohe organische Verschmutzung vor, und/oder es ist zu wenig Desinfektionsmittel im Wasser.
    Hier empfehlen wir eine Stoßchlorung mit SSB-Chlorgranulat oder alternativ mit SSB-Schnelllösliche Chlortabletten, die im Beckenwasser mit einem Desinfektionsstoß die Trübung beseitigen.
    Bitte denken Sie daran, den richtigen pH-Wertes ( 7,0 - 7,4 ) einzustellen.
    Bei höheren oder niedrigeren Werten geht die Desinfektionswirkung stark zurück.
  • es kann vorkommen, daß Sie gerade das Wasser frisch in das Becken eingelassen haben und es kommt dann zu einer grünlichen oder bräunlichen Verfärbung.
    Dies ist ein Zeichen dafür, daß zuviel Eisen im Beckenwasser enthalten ist. Hier ist eine Stoßchlorung empfohlen, verbunden mit der gleichzeitigen Zugabe einer Flockmittelkartusche (SSB-Flockungskartusche), die in den Skimmer eingelegt wird.
  • eine weiter Ursache kann sein, daß zwar ein Flockmittel ins Beckenwasser eingebracht wurde, aber der vorhandene gemessene pH-Wert außerhalb der pH-Grenzen pH 6,8 - 7,8 liegt.
    Hier muß dann der pH-Wert erst wieder richtig eingestellt ( pH 7,0 - 7,4 ) werden. Wir empfehlen dazu SSB-pH-Minus bzw. SSB-pH-Plus .
    Nach der Behandlung und Regulierung des pH-Wertes fallen dann die Flocken im Beckenwasser aus. Bitte lassen Sie die Umwälzpumpe solange laufen, bis alle Flocken weggefiltert sind.
  • eine Trübung kann auch eintreten, wenn ein zu hoher pH-Wert (> 7,8) vorhanden ist und Kalk ausgeschieden wird. Die Absenkung des pH-Wertes auf 7,0 bis 7,2 mit z.B. SSB-pH-Minus bringt in den meisten Fällen schon Besserung.

Bitte vergessen Sie nicht nach diesem Reinigungsvorgang den Filter rückzuspülen (Sandfilter) bzw. zu reinigen (Kartuschenfilter).


Speckrand im Becken - Was ist zu tun ?

Steigt man nach einem Sonnenbad ins Schwimmbecken, so trägt man Reste von Körperpflegemitteln und Sonnenöl ins Beckenwasser. Hinzu kommt aus der Luft noch Staub und Ruß. Alles miteinander vermengt läßt den unansehnlichen sogenannten Speckrand (dunkler Schmutzrand) an der Wasserlinie entstehen. Da sich dies nicht vermeiden läßt, muß der Rand des Beckens von Zeit zu Zeit gereinigt werden.

Da der Schmutzrand meistens zusätzlich von der Sonne eingebrannt ist, empfehlen wir zur Reinigung den SSB-Randreiniger.

Wenn Sie den Filter rückgespült haben und der Wasserspiegel um einige Zentimeter abgesenkt ist, kann mit den Reinigungsarbeiten begonnen werden.

Mit dem SSB-Randreiniger, der gründlich, schonend und relativ schnell reinigt, ohne die Oberfläche anzugreifen, lassen sich der Speckrand und auch eventuell vorhandene kalkhaltige Ablagerungen auf einmal entfernen.

Bitte beachten Sie, daß keine einfachen, dünnflüssigen Haushaltsreiniger zum Einsatz kommen sollten, denn: Sie riskieren damit Ihre Wasserqualität:

  1. zu viele Tenside gelangen in das Becken, trüben das Wasser und stören die Aufbereitung
  2. die Phosphate, die im Haushaltsreiniger enthalten sind, fördern den Algenwuchs
  3. die meist vorhandenen kalkhaltigen Ablagerungen lassen sich nicht beseitigen


Algenwuchs - Was ist zu tun ?

Ihr Beckenwasser hat sich grün verfärbt? Dies liegt daran, daß sich aus dem Umfeld Ihres Beckens pflanzliche Mikroorganismen im Beckenwasser eingelagert haben und sich dort in Form von Algen (Grünfärbung) abbilden. Denn am besten gedeihen Algen im warmen und hellen Wasser, das kaum bewegt wird und nur wenig oder keinerlei Algenverhütung enthält.

Somit bildet sich ein Nährboden für Bakterien! Was ist nun zu tun und zu beachten?

Wenn schon Algen vorhanden sind (Grünfärbung des Wassers), muß je nach Intensität des Algenwuchses zuerst an Boden und Wänden eine mechanische Reinigung durchgeführt werden. Dies geschieht, indem man alle Flächen gut abbürstet. Bei diesem Reinigungsvorgang sollte die Umwälzpumpe in Betrieb sein.

Danach folgt dann eine Stoßchlorung mit SSB-Chlor-Granulat oder alternativ mit SSB-Schnelllösliche Chlortabletten. Außerdem ist, wie bei der Erstbefüllung eines neuen Beckens auch, auf 10 m³ Beckenwasser 200 ml SSB-Algenvernichter hinzuzugeben. Damit werden die Algen umfassend abgetötet. Vor dieser Anwendung ist jedoch der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 einzustellen.

Bitte beachten Sie bei der Stoßchlorung die vorgeschriebenen Dosiermengen.

Die weiterhin eingeschaltete Umwälzpumpe filtert die Algenreste aus dem Beckenwasser heraus.

Anschließend ist die doppelte Menge der Normaldosierung des SSB-Algenvernichter zuzugeben.

Vorteilhaft wäre, wenn im Skimmerkorb zusätzlich eine Flockungskartusche eingelegt würde.

Um zukünftigen Algenwuchs zu verhindern wird empfohlen, wöchentlich ca. 30-50 ml SSB-Algenvernichter auf 20 m³ Beckenwasservolumen in das Beckenwasser zu geben und dabei auf die Einhaltung des richtigen pH-Wertes ( 7,0 - 7,4 ) zu achten.

Bitte vergessen Sie nicht, nach diesem Reinigungsvorgang den Filter rückzuspülen (Sandfilter) bzw. zu reinigen (Kartuschenfilter).


Starker Chlorgeruch - Was ist zu tun ?

Grundsätzlich kann festgehalten werden: solange mit chlorhaltigen Mitteln das Beckenwasser desinfiziert wird, läßt sich ein gewisser Chlorgeruch nicht ganz vermeiden.
Dies wäre nur dann auszuschließen, wenn mit der geruchsfreien Desinfektion ohne Chlor ( z.B. mit NOVA CRYSTAL) das Beckenwasser desinfiziert würde.

Ist der vorhandene Chlorgeruch über das normale Maß hinaus stark oder kommt es sogar zu verstärkter Augenreizung, dann sollten geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Der Grund für einen verstärkten Chlorgeruch sind die Chloramine. Diese entstehen, wenn zu wenig Chlor im Beckenwasser ist. Meistens ist in dieser Situation auch noch ein zu hoher pH-Wert vorhanden.

Daher sollte die erste Maßnahme sein, den vorhandenen pH-Wert zu messen. Er sollte zwischen pH 7,0 und 7,4 liegen.

Danach messen Sie bitte den vorhandenen Chlorgehalt. Dieser sollte zwischen 0,3 und 0,6 mg/l freiem Chlor liegen.

Haben Sie die beiden Werte (pH-Wert und Chlorgehalt) richtig eingestellt und ist der Chlorgeruch dennoch vorhanden, ist anschließend eine Stoßchlorung mit z.B. SSB-Chlorgranulat bzw. alternativ mit SSB-Schnelllösliche Chlortabletten vorzunehmen.

Es wird in diesem Zusammenhang empfohlen, erst dann wieder ins Beckenwasser zu steigen, wenn der Chlorgehalt unter 3 mg/l gesunken ist.

Unser Tipp :

Den freien Chlorgehalt kann man nur mit der DPD-Methode messen.


Weitere umfangreiche Ausführungen zum Thema "Schwimmbeckenwasser" und darüber hinaus, finden Sie bei uns
unter der Rubrik  "Wasseranalytik".

 

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